Was ist es
Eine Mitteilung morgens, eine abends, und je eine am Abend vor Neumond und Vollmond. Der Text sagt, dass etwas für dich bereitliegt — nicht, dass du etwas versäumt hast. Jede Zeit stellst du selbst ein, jede lässt sich einzeln abschalten.
Wie es sich anfühlt
Zwei Mitteilungen im Vergleich
Du hast heute noch nichts eingetragen.
Heute ist der Abend vor Vollmond.
Nie eine Zählung. Nie ein Vorwurf.
Das Problem, das es löst
Die meisten Erinnerungen erinnern vor allem an das Versäumte.
„Du hast heute noch nichts eingetragen.“ „Deine Serie endet in 2 Stunden.“ Solche Sätze arbeiten mit einem schlechten Gewissen, weil das kurzfristig wirkt. Bei einer App, in die man seine schlechten Tage schreibt, ist das der falsche Hebel: Ausgerechnet an den Tagen, an denen es einem schlecht geht, kommt dann noch ein Vorwurf dazu.
So sieht die Lösung aus
Erinnerungen, die eine Einladung sind und keine Mahnung.
- 1Zeiten einstellenoder gar keine, dann kommt nichts.
- 2Der Text nennt, was bereitliegt, und zählt nichts.
- 3Ausgelassene Tage tauchen nirgends als Lücke auf.
- 4Vor Neumond und Vollmond eine eigene, damit du sie nicht verpasst.
Warum das wirkt
Auch hier: kein Beleg, sondern eine Entscheidung. Erinnerungen, die mit Verlustangst arbeiten, wirken zuverlässig — deshalb benutzt sie fast jede App. Die Frage ist nicht, ob sie wirken, sondern worauf. Sie erzeugen Handlung durch Unbehagen. In einer App, deren erklärter Zweck es ist, Unbehagen kleiner zu machen, wäre das ein Widerspruch im Kern. Was technisch übertragen wird, damit eine Mitteilung ankommt, steht offen in der Datenschutzerklärung.
Für diese Funktion gibt es keine Studienlage, auf die wir uns berufen könnten — und wir tun auch nicht so. Was oben steht, ist die Begründung, nicht ein Beleg.